Lichtsaal Hotel Elephant
Blobel Award 2026: Preisträger-Rezital
Thomas Fields | Viola da Gamba und Violoncello
Zum nunmehr fünften Mal verleiht Bach in Weimar den Günter Blobel Award „Addicted to Bach“ an einen jungen Künstler! Der international gefragte Gambist und Cellist Thomas Fields ist ein Ausnahmetalent und zeigt, wie wunderbar Bach auch die tiefen Streichinstrumente, die Viola da gamba und das Violoncello, als Solo-Instrumente in Szene setzt.
Über den Künstler
Thomas Fields ist sowohl auf der Viola da gamba als auch auf historischem Cello als Solist und Kammermusiker tätig. Im Jahr 2025 erhielt er den ersten Preis beim 13. Internationalen Telemann-Wettbewerb und war damit der erste Gambist mit dieser Auszeichnung. Er konzertiert in Europa und Nordamerika, u.a. bei Festivals wie dem Utrecht Early Music Festival, den Magdeburger Telemann-Festtagen oder der Residenzwoche München. Mit seinem Ensemble False Consonance gewann er 2024 den Titel “Rheinsberger Hofkapelle” und war in der Saison 2024-2025 Ensemble-in-residence im historischen Schloss Rheinsberg. Er tritt außerdem regelmäßig mit dem New Yorker Ensemble A Golden Wire auf.
Nach seinen Studienabschlüssen auf dem modernen Violoncello in den USA studierte er bei Prof. Hille Perl (Viola da gamba) und Prof. Olaf Reimers (historisches Violoncello) an der Hochschule der Künste Bremen. Außerdem schloss er ein Meisterklassenstudium im Fach Viola da gamba an der Hochschule für Musik Würzburg bei Prof. Friederike Heumann ab. Thomas wohnt in Bremen, wo er mit seinem Ensemble die Konzertreihe “Alte Musik im Focke” im Bremer Landesmuseum gründete.
Über das Programm
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Suite Nummer VI für Violoncello solo BWV 1012
Prelude - Allemande - Courante - Sarabande - Gavotte 1, 2 - Gigue
Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)
Fantasia d-moll, TWV 40:36
Allegro - Grave - Allegro
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)
Die Sonate für Viola da gamba und obligates Cembalo g-moll, BWV 1029 ist ein faszinierendes Beispiel für Bachs Vielgestaltigkeit in der Kammermusik: Im Grunde genommen ist es eine Triosonate für zwei Spieler. Das Cembalo fungiert hier nicht als „Begleitinstrument“, sondern die rechte Hand des Cembalos stellt eine eigene Melodiestimme dar, somit erzeugen zwei Spieler die Komplexität eines dreistimmigen Satzes, der mitunter geradezu Züge eines „Concerto“ trägt.
Spannend: Zur Zeit ihrer Entstehung (die nicht genau zu datieren ist, aber dem späten Stil Bachs zwischen 1738 und 1741 zugeordnet wird) war die Viola da gamba eigentlich schon „auf dem Rückzug“ gegenüber dem modernen Violoncello. Bach jedoch schreibt hier kein „nostalgisches“ Werk, sondern nutzt auch die Möglichkeiten der Gambe auf höchstem kompositorischen und spieltechnischen Niveau.
Tickets
20€ | ermäßigt 15€
Kinder bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt
Tickets im Vorverkauf: hier oder bei der Tourist Information Weimar, Markt 4, Tel. (03643) 745 745 (zzgl. Vorverkaufsgebühr)
oder 60 Minuten vor Konzertbeginn an der Abendkasse in der Hotellobby
Karten
