Stadtkirche St. Peter und Paul

BACH PRIVAT Arien, Rezitative & Schemelli Lieder

mit Andreas Staier, Miriam Feuersinger, Stephan MacLeod, Petra Müllejans, Roël Dieltens

Bachs Weimarer Jahre sind geprägt von jungem Familienglück: Am 14. Juli 1708 kommen der junge Johann Sebastian und “seine Liebste“ Maria Barbara aus Mühlhausen in Weimar an und nehmen Wohnstatt im sogenannten „Freyhaus“, Markt 16. Maria Barbara ist im vierten Monat schwanger, nach der ersten Tochter Catharina Dorothea werden 1710 Wilhelm Friedemann und 1714 Carl Philipp Emanuel Bach in Weimar geboren. Georg Philipp Telemann, mit Johann Sebastian eng befreundet, ist Taufpate des letzteren. Telemanns Besuche bei den Bachs sind aktenkundig, in enger Hausgemeinschaft lebte die Familie auch mit zahlreichen Schülern von J.S. Bach.

 

J.S. Bach weckt in erster Linie Assoziationen als Komponist der großen Passionen, der h-moll Messe, einer großen Anzahl von Kantaten, von Orgelmusik und Orchesterwerken.

 

Der „Familienvater Bach“ hingegen bleibt weitgehend im Dunkel, und erschließt sich nur aus einer Handvoll von Dokumenten, aus kurzen Briefzitaten, wenigen Äußerungen seiner Söhne – und eben aus dem vor diesem Hintergrund umso wertvolleren „Clavier-Büchlein“, das Bach seiner zweiten Ehefrau Anna Magdalena schenkte.

 

Diese Handschrift stellt ein einzigartiges und beredtes Zeugnis dar für das intensive gemeinsame Musizieren der Bachfamilie. Unterstrichen wird dies durch ein Briefzitat Johann Sebastians, in dem er mit Stolz über seine Kinder, sowie diese häuslichen Konzerte berichtet: „Insgesamt aber sind sie gebohrene Musici, u. kann versichern, dass schon ein Concert Vocaliter und Instrumentaliter mit meiner Familie formieren kann…“

 

In den Weimarer Jahren waren die Kinder noch klein - mit Freunden, Schülern und Kollegen wurde sicherlich auch im „Bachhaus“ Weimar häufig musiziert ! Das Konzert unternimmt den Versuch, eine Hausmusik im Kreis der Bach-Familie nachzuempfinden: zwanglos, intim – Bach(s) natürlich. Die Weimarer Stadtkirche St. Peter und Paul war die Familienkirche der Bachs; der Taufstein, an dem vier der Weimarer Kinder getauft wurden befindet sich noch heute hier - ein suggestiver Ort, insbesondere für dieses Konzert.

 

Andreas Staier sowie die Musiker des Ensembles für dieses besondere Programm an dieser Stelle ausführlich vorstellen zu wollen, hieße nun wirklich „Eulen nach (Ilm)-Athen tragen“: Sie zählen ausnahmslos und langjährig zu den international gefragtesten Spezialisten für Bachs Musik. Selbstverständlich on period instruments – den "Instrumenten der Epoche", des Barock. Auch die Instrumente sind Simultan-Dolmetscher: So dachte und so hörte Bach seine Musik.

Bachs Weimarer Jahre sind geprägt von jungem Familienglück: Am 14. Juli 1708 kommen der junge Johann Sebastian und “seine Liebste“ Maria Barbara aus Mühlhausen in Weimar an und nehmen Wohnstatt im sogenannten „Freyhaus“, Markt 16. Maria Barbara ist im vierten Monat schwanger, nach der ersten Tochter Catharina Dorothea werden 1710 Wilhelm Friedemann und 1714 Carl Philipp Emanuel Bach in Weimar geboren. Georg Philipp Telemann, mit Johann Sebastian eng befreundet, ist Taufpate des letzteren. Telemanns Besuche bei den Bachs sind aktenkundig, in enger Hausgemeinschaft lebte die Familie auch mit zahlreichen Schülern von J.S. Bach.

 

J.S. Bach weckt in erster Linie Assoziationen als Komponist der großen Passionen, der h-moll Messe, einer großen Anzahl von Kantaten, von Orgelmusik und Orchesterwerken.

 

Der „Familienvater Bach“ hingegen bleibt weitgehend im Dunkel, und erschließt sich nur aus einer Handvoll von Dokumenten, aus kurzen Briefzitaten, wenigen Äußerungen seiner Söhne – und eben aus dem vor diesem Hintergrund umso wertvolleren „Clavier-Büchlein“, das Bach seiner zweiten Ehefrau Anna Magdalena schenkte.

 

Diese Handschrift stellt ein einzigartiges und beredtes Zeugnis dar für das intensive gemeinsame Musizieren der Bachfamilie. Unterstrichen wird dies durch ein Briefzitat Johann Sebastians, in dem er mit Stolz über seine Kinder, sowie diese häuslichen Konzerte berichtet: „Insgesamt aber sind sie gebohrene Musici, u. kann versichern, dass schon ein Concert Vocaliter und Instrumentaliter mit meiner Familie formieren kann…“

 

In den Weimarer Jahren waren die Kinder noch klein - mit Freunden, Schülern und Kollegen wurde sicherlich auch im „Bachhaus“ Weimar häufig musiziert ! Das Konzert unternimmt den Versuch, eine Hausmusik im Kreis der Bach-Familie nachzuempfinden: zwanglos, intim – Bach(s) natürlich. Die Weimarer Stadtkirche St. Peter und Paul war die Familienkirche der Bachs; der Taufstein, an dem vier der Weimarer Kinder getauft wurden befindet sich noch heute hier - ein suggestiver Ort, insbesondere für dieses Konzert.

 

Andreas Staier sowie die Musiker des Ensembles für dieses besondere Programm an dieser Stelle ausführlich vorstellen zu wollen, hieße nun wirklich „Eulen nach (Ilm)-Athen tragen“: Sie zählen ausnahmslos und langjährig zu den international gefragtesten Spezialisten für Bachs Musik. Selbstverständlich on period instruments – den "Instrumenten der Epoche", des Barock. Auch die Instrumente sind Simultan-Dolmetscher: So dachte und so hörte Bach seine Musik.


Künstler:

 

Andreas Staier | Cembalo

Miriam Feuersinger | Sopran

Stephan MacLeod | Bassbariton

Petra Müllejans | Violine

Roël Dieltens | Violoncello

 


Programm:

 

J.S. Bach: Arien, Rezitative und Schemelli Lieder

 

Praeludium D-Dur BWV 936

 

Kantate "Der Friede sei mit Dir" BWV 158

 

"Vergiss mein nicht" BWV 505 (Musikalisches Gesangbuch Georg Christian Schemelli)

 

"Vergiss mein nicht" BWV 504 (Musikalisches Gesangbuch Georg Christian Schemelli)

 

Rezitativ "Ich habe genug" und Arie "Schlummert ein" aus Kantate "Ich habe genug" BWV 82/2+3

 

"Komm, süßer Tod" BWV 478 (Musikalisches Gesangbuch Georg Christian Schemelli)

 

Sarabande aus c-moll-Suite BWV 1011/4

 

Arie "Willkommen! Will ich sagen" aus Kantate "Wer weiss, wie nahe mir mein Ende?" BWV 27/3

 

"Gib dich zufrieden und sei stille" BWV 460 (Musikalisches Gesangbuch Georg Christian Schemelli)

 

Courante aus Französische Suite Nr.2 in c-Moll, Courante BWV 813/2

 

Arie "Komm, mein Jesus, und erquicke" aus Kantate "Ich hatte viel Bekümmernis" BWV 21/8

 

***Pause***

 

Cantabile, ma un poco Adagio aus Violinsonate BWV 1019a

 

Rezitativ mit Choral "Es kann mir fehlen nimmermehr" aus Kantate "Ich habe in Gottes Herz und Sinn" BWV 92/2

 

Choralvorspiel "Wer nur den lieben Gott lässt walten" BWV 691

 

Arie "Das Stürmen von den rauhen Winden" aus Kantate "Ich hab in Gottes Herz und Sinn" BWV 92/6

 

Arie "Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen" aus Kantate "Schwingt freudig euch empor" BWV 36/7

 

Recitativ "Mein Glaube hat mich selbst angezogen" und Arie "Dich hab' ich je und je geliebet" aus Kantate "Ich geh und suche mit Verlangen" BWV 49/5+6

 


Tickets:

Kategorie 1 (Parkett) 30 Euro | ermäßigt 25 Euro
Kategorie 2 (Loge) 25 Euro | ermäßigt 20 Euro
zzgl. Vorverkaufsgebühren

 

Erhältlich in der Tourist-Information Weimar und an der Einlasskasse


Kein Negativ-Test erforderlich!



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