Spielorte

Die BACH BIENNALE WEIMAR erklingt ausschließlich in Sälen, die den Klang der Originalinstrumente optimal zur Geltung bringen, größtenteils aus der Bachzeit oder dem unmittelbaren Umfeld. Denn so wie ein barockes Fresko in Proportion und Farbgebung vom Künstler für einen bestimmten Raum und Zweck maßgeschneidert wurde, stellten Architekten im Barock komplizierte akustische Berechnungen darüber an, wie ein Saal proportioniert und ausgestattet sein musste, damit er seine – oftmals auch musikalische - Funktion ideal erfüllen konnte. OriginalKlang und KlangRaum gehören für uns zusammen.


Hier stellen wir Ihnen die Klangräume der BACH BIENNALE WEIMAR 2023 vor:

Katholische Kirche Herz Jesu

Die katholische Kirche ist von dem Architekten Max Meckel im neogotischen Stil, der italienischen Renaissance folgend, entworfen und wurde 1891 eingeweiht. Konkretes Vorbild für Kuppel und Glockenturm war der Dom von Florenz.

 

Sie hat eine besonders für Orgel und Vokalmusik geeignete, kräftige und doch durchhörbare Akustik. Die von der Firma Orgelbau Waltershausen gebaute „Franz Liszt Gedächtnisorgel“ wurde 2011 eingeweiht.

 

Der damalige Mit-Initiator, Prof. Michael Kapsner (Orgel) über dieses besondere Instrument:

„Es wird die in Mitteldeutschland übliche Kontinuität vom Barock über die Romantik bis hin zur Spätromantik auf dieser Orgel zum Ausdruck gebracht…. Die Hauptvorbilder waren Instrumente in Denstedt und Merseburg, denn an diesen Orgeln hat Liszt auch selbst regelmäßig gespielt.“

 

(Quelle: Wikipedia)

 

Herz-Jesu-Kirche
Steubenstraße 37
99423 Weimar

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Hotel Elephant Weimar / Lichtsaal

Der elegante Lichtsaal des Hotel Elephant Weimar empfängt die Besucher seit der Renovierung im Jahr 2018 in einem Ambiente, das Modernität und Gemütlichkeit vereint. Dennoch klingt der Raum nicht zu sehr nach „Hauskonzert“, sondern verfügt mit Holzfußboden und Oberlicht über ausreichend Oberflächen, die seine Akustik ausgesprochen konzertant erhalten.

 

Dass hier in unmittelbarer Nachbarschaft Johann Sebastian Bach seine Hausmusiken abhielt und im ehemals nebenliegenden „Hotel zum Erbprinzen“ die „creme de la creme“ der europäischen Kulturgrößen des 19. Jahrhunderts weilte, ist ein typischer „Weimar-Bonus“, der den Aufenthalt hier zu einem besonderen Erlebnis für Liebhaber charismatischer Örtlichkeiten macht.

arcona GmbH
Hotel Elephant Weimar
Markt 19
99423 Weimar

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Ehemalige Paul-Klee-Villa

Ehemalige Paul-Klee-Villa
Am Horn 53
99423 Weimar

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Stadtkirche St. Peter und Paul/ Herderkirche

Ein originaler, bis heute vielgenutzter Raum ist die Stadtkirche St. Peter und Paul, in der bereits Johann Gottfried Walther ab 1704 als Organist wirkte, und in der sicherlich auch Bach selbst musizierte. Mit hervorragender, starker und fülliger, dabei klar konturierter Akustik stellt sie nicht nur ein sehr authentisches „Hör-Ambiente“ dar, sondern bildet mit dem berühmten, großen Cranachaltar im Altarraum auch atmosphärisch einen einzigartigen Rahmen insbesondere für Bachs stark von der Reformation durchdrungenes geistliches Werk.

Stadtkirche Sankt Peter und Paul
Herderplatz 8
99423 Weimar

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Weimars "Outdoor-Konzertsäle"

Auch dies einer der "Vorteile", die Corona brachte: Wir haben Weimars "Outdoor Konzertsäle" entdeckt! Es gibt eine ganze Menge davon, unter anderem schattige Plätze mit Brunnen in der Fußgängerzone. Am romantischsten und bekanntesten Brunnen spielen wir 2023: dem Goethebrunnen am Frauenplan. Hier lädt auch die nebenliegende Gastronomie zum Verweilen ein.

Schießhaus Weimar

Kein geringerer als Minister Johann Wolfgang Goethe beauftragte den auch im Stadtschloss tätigen Architekten Gentz 1804 mit dem Bau des Weimarer Ballhauses. Diese Inkunabel des Klassizismus hat im Brenta-Tal des italienischen Veneto einige Geschwister: Gentz hatte auf einer Italienreise die Villen Palladios studiert und integrierte viele Elemente Palladios in das „liebliche Weimarer Lustgebäude“ (Goethe). Mit seinen perfekten Proportionen, der genialen Lichtregie und dem idyllischen Blick ins Grüne ist es ein beeindruckendes Ambiente. Hier gelingt jedoch auch akustisch die Quadratur des Kreises: vorwiegend glatte, schwingende Holzflächen sowie großzügige aufeinander bezogene Rundungen wie die 12 Meter hohe Tonnengewölbedecke, die Kuppel der verglasten Loggia und die gerundete Volte der Musikerempore kreieren eine im gesamten Raum stupende Akustik für historische Instrumente, die bei Vokal- wie Instrumentalmusik gleichermaßen klar und transparent wie sonor, delikat und zugleich kraftvoll ist.

Johann-Heinrich-Gentzplatz 1
99423 Weimar
(vormals: Am Schießhaus 1,
99425 Weimar)

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Jakobskirche

Ebenfalls von der Bachzeit geprägt ist die barocke Jakobskirche, die 1713 - in Bachs Weimarer Jahren - von Herzog Wilhelm Ernst gebaut wurde und eine klassizistische Innenausstattung hat. Architektonisch erinnert sie mit ihrer schmalen Gestalt und den hohen Emporen an die abgebrannte „Himmelsburg“ im Stadtschloss. Die Holzdielen und hölzernen Emporen verleihen dem Raum nicht nur optisch, sondern auch akustisch eine quasi „häusliche“ Weichheit und Wärme, die sich sehr gut für die intimen Farben von Kammermusik eignet. Zugleich erlaubt die vielschichtige Raumstruktur im Konzertbereich jedoch auch ein Experimentieren mit verschiedenen Bühnen-/bzw. Spielpositionen der Ausführenden und quasi theatralischen Effekten – durchaus im Sinne der barocken Affektsprache.

Jakobskirche
Am Jakobskirchhof
99423 Weimar

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