Hotel Elephant Weimar / Lichtsaal

Lunchkonzert "Reich an Erfindung"

Junge Künstler des Instituts für Alte Musik der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar

"Reich an Erfindung"

 

GEORG PHILIPP TELEMANN (1681-1767)

 

aus: Methodische Sontaten
Sonate Nr. 4 in D-Dur TWV 41:D3

Andante – Presto – Con tenerezza – Presto

 

GEORG-FRIEDRICH WESARG (*1999)

 

Sonate für Violine und Basso Continuo in g-moll

Praeludium – Courante – Adagio – Arie mit Variationen

 

KOMPONISTEN UND WERKE
Die Sammlung der Methodischen Sonaten von G.P. Telemann entstand zwischen 1728 und 1732. Die Idee dahinter ist didaktischer Natur: Dem Spieler soll aufgezeigt werden, wie er auskomponierte Stimmen (also "Melodien") im Geschmack der damaligen Zeit ausverzieren kann. Dabei hat der Solist zwei Notenzeilen vor sich: eine schlichte Version der Stimme und eine reichlich verzierte. Telemann, der selbst ein großes Instrumentarium beherrschte, komponierte die Sonaten so, dass sie von verschiedensten Melodie-Instrumenten (Violine, Block-/Traversflöte, Oboe) gespielt werden können.


Komponiert wurde diese Sonate von G.-F. Wesarg im Sommer 2020, im September folgte die Uraufführung. Stilistisch angelehnt ist sie an die Musik des späten 17. Jahrhunderts, allen voran den berühmten Rosenkranzsonaten Heinrich Bibers. Das Stück beginnt mit einem Praeludium, das wie eine aufgeschriebene Improvisation wirkt und auf dem Zuhörer einen geheimnisvollen, ja mysteriösen Eindruck hinterlassen soll. Darauf folgt eine Courante, ein schneller, rhythmischer Tanz aus Frankreich. Im Gegensatz dazu ist der dritte Satz ein Adagio von ruhigem, fließendem Charakter. Er leitet direkt in das Finale über: einer freudige Arie mit mehreren Variationen.

 

KÜNSTLER
Farbenreiche Klänge aus der Welt des Barock von Bach und seinen Zeitgenossen – auf’s Neue sinnlich musiziert von jungen KünstlerInnen!


Diese Musik zu gestalten und für das Publikum neu erlebbar zu machen ist für die Studierenden des Instituts für Alte Musik der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar von ganz besonderer Bedeutung. Viele Stunden der Übung alleine am Instrument, Quellenkunde oder Kammermusikproben bilden dabei jedoch nur einen Teil ihrer musikalischen und persönlichen Entwicklung. Mindestens genauso wichtig: Das Sammeln von Auftrittserfahrung und damit die Möglichkeit, „ihre“ Musik mit Zuhörern zu teilen.


Die Lunchkonzertreihe im Hotel Elephant bietet genau diesen Austausch: Ein inspirierendes Podium für junge MusikerInnen, die hier eigene Konzertideen entwickeln und diese verantwortungsvoll geplant auf einer Bühne präsentieren können. Wir möchten das Publikum ganz herzlich einladen, diese „junge Alte“ Musik an einem besonderen Ort zu erleben. Denn jung und voller neuer Ideen war auch der 23-jährige J.S. Bach selbst, als er in seinem Wohnhaus - direkt angrenzend an das Hotel Elephant - lebte und musizierte!

 

Änderungen sind grundsätzlich vorbehalten.

Tickets: 6 Euro
Keine Ermäßigung
Lunchangebot im Hotel - nicht im Ticketpreis inbegriffen


Karten

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