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Rettet das IfAM

Dem Institut für Alte Musik droht die Schließung.
Unterstützen Sie die Petition dagegen!

Bach in Weimar e.V. kooperiert seit Jahren häufig und eng mit dem Institut für Alte Musik der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.

Drei Professoren der Musikhochschule, zwei davon Lehrende im Institut für Alte Musik, sind Vorstandsmitglieder des Vereins:

Prof. Myriam Eichberger (Vorsitzende), Prof. Martin Sturm (Stellv. Vorsitzender), Prof. Bernhard Klapprott (Beisitzer).

Studierende und Lehrende des Instituts treten regelmäßig auch im Rahmen der BACH BIENNALE WEIMAR auf. 

Das Institut leistet einen substanziellen Beitrag zur Weimarer Bachpflege – neben der Bach Biennale zum Beispiel auch mit den wöchentlichen Konzerten Klang|Pause im Hotel Elephant Weimar.

 

Dem Institut für Alte Musik droht jetzt die Schließung.
Daher unterstützt der Verein die Petition der Studierenden des Instituts mit allem Nachdruck!

Unterstützen auch SIE die Petition dagegen?!

Vielen herzlichen Dank!

 


 

An der renommierten Franz-Liszt-Hochschule für Musik in Weimar tobt derzeit ein heftiger Richtungsstreit. Im Zentrum der Debatte steht der drohende Verlust eines kulturellen Juwels: das Institut für Alte Musik.

Trotz der bedeutenden Rolle, die dieses Institut für die Pflege der Barockmusik in Thüringen spielt, plant die Hochschulleitung dessen Schließung. Diese Entscheidung bedroht die essentielle Pflege "auf der Höhe der Zeit“ der Musik eines Johann Sebastian Bach in der Bachstadt Weimar und im Bachland Thüringen als Kernregion deutscher Barockmusik im 17. und 18. Jahrhundert.

 

Warum das Weimarer Institut für Alte Musik unverzichtbar ist

 
1. Zentrum der Barockmusikpflege:
Das Institut ist ein Herzstück der reichhaltigen Barockmusik in Thüringen. Es bildete die Grundlage für renommierte Ensembles und Festivals wie Cantus Thuringia & Capella, Capella Jenensis und die BachBiennale. Ohne die kompetenten Absolventen und das spezialisierte Wissen dieses Instituts wären diese kulturellen Highlights nicht denkbar.

 

2. Exzellente Ausbildung: Studierende und Lehrkräfte des Instituts für Alte Musik genießen international hohes Ansehen. Die Dozenten des Instituts, darunter die international anerkannte Barockgeigerin Prof. Lina Tur Bonet und der renommierte Cembalist Prof. Bernhard Klapprott, sind wichtige Säulen der internationalen Alte-Musik-Szene. Ihre Arbeit und Präsenz sind für das Institut und die Hochschule von unschätzbarem Wert. Auch in der Ausbildung auf der Blockflöte ist das Weimarer Institut ein wahrer Fels in der Brandung. Zu Absolventen der Klasse Prof. Myriam Eichbergers zählen international erfolgreiche Solisten und Pädagogen. Gerade in Thüringen unterrichten Absolventen und Studierende ihrer Klasse an vielen Musikschulen und decken somit, meist gerade so eben die hohe Nachfrage nach qualifizierten Lehrerenden in diesem Fach. Die Gambenklasse von Prof. Imke David sind besonders im Consortspiel sehr aktiv und trägt diese Praxis weit über das eigene Institut hinaus in andere Klassen hinein.
 
3. Unklare finanzielle Begründungen: Die Schließungspläne basieren auf angeblich sinkenden Bewerberzahlen, doch diese Annahmen sind schwach dokumentiert. Es fehlen Prognosen und Marketingstrategien, die zeigen könnten, wie die Nachfrage gesteigert werden kann, zumal die Bewerberzahlen in der Alten Musik immer einer eher höheren Volatilität ausgesetzt waren. Der Rückgang während der Pandemie und durch krankheitsbedingte Ausfälle von Dozenten ist temporär und nachvollziehbar beschrieben. Die aktuelle Bewerberlage zeigt jedoch eine Trendwende mit voraussichtlich wieder zunehmender Nachfrage.

 

4. Geplante Mittelverschiebung: Präsidentin Lindig möchte stattdessen die pädagogischen Fächer und das Kulturmanagement stärken und wünscht, einen neuen Studiengang Musiktherapie zu schaffen. Diese Pläne berücksichtigen jedoch nicht die spezielle Bedeutung des Instituts für Alte Musik und dessen bestehende Erfolge.

 

5. Fehlende Transparenz und Einbeziehung: Trotz mehrfacher Nachfragen hält die Hochschulleitung die Entscheidungsprozesse unter Verschluss und verweigert öffentliche Stellungnahmen. Auch die betroffenen Professoren und Dozenten äußern sich nicht öffentlich – vielleicht, um eventuelle Repressalien zu vermeiden.

 

Unsere Forderung

 

Wir fordern den Erhalt des Instituts für Alte Musik an der Franz-Liszt-Hochschule für Musik in Weimar. Die Schließung wäre nicht nur ein kultureller Verlust für Weimar und Thüringen, sondern würde auch ein verheerendes Signal an die internationale Musikwelt senden. Die Originalklang-Bewegung, die vor 50 Jahren u.a. von Nikolaus Harnoncourt initiiert wurde, ist heute etablierter denn je. Ein Rückzug aus der Ausbildung und Pflege dieser Musikrichtung wäre daher kurzsichtig und unverantwortlich.

 

Was können Sie tun?

 

Unterschreiben Sie diese Petition: Unterstützen Sie den Erhalt des Instituts für Alte Musik und setzen Sie ein Zeichen für die kulturelle Vielfalt und das musikalische Erbe Weimars.

Teilen Sie die Petition: Verbreiten Sie diese Botschaft in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, auf sozialen Medien und in Ihren Netzwerken.

Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Barockmusiktradition in Weimar und Thüringen erhalten bleibt und weiterhin junge Talente hochkarätig fördert. Lassen Sie uns dieses kulturelle Erbe bewahren!

 


 

Für Updates, Projekte und Aktionen hier der Instagram-Account des Instituts.

Die Petition in den Medien:

Die Petition hat Aufmerksamkeit erregt. Die Thüringer Allgemeine hat über die Bemühungen sowie die Hintergründe berichtet, was der Bewegung, weiterhin für das Institut und die historische Aufführungspraxis an der HfM Weimar einzustehen, noch einmal den Rücken stärkt.

Lesen Sie dazu:

Thüringer Allgemeine, 17.05.: Richtungsstreit an Weimars Franz-Liszt-Hochschule

Thüringer Allgemeine, 20.05.: Online-Petition für Alte Musik in Weimar gestartet

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