Am Horn 53, 1. OG (bei Eichberger)

HAUSMUSIK (WIE) BEI PAUL KLEE Weimar authentisch …

KunstGenuss in Paul Klees Weimarer Wohnung

Dieser exklusive Abend bietet „Weimar pur“ für Insider, sowie für „Bach- und Bauhaus-Aficionados“. Der 140. Geburtstag Paul Klees am 18.12.2019 ist Anlass für eine freiere Art Reenactment in Form einer „Hausmusik (wie) bei Paul Klee“.

Auf den Punkt gebracht geht es an diesem speziellen Abend neben Musik, Geselligkeit und dem Genuss authentischer Atmosphäre um die Frage: War der „Musiker Klee“ (Zitat: „Die Musik ist meine Geliebte, die Malerei meine Ehefrau“) ein Bauhäusler oder ein Spätromantiker?

 

Bei Klee?

Paul Klees Weimarer Wohnung in den Jahren 1921-26 ist der Ort dieses Hauskonzerts. Hier lebte er mit seiner Frau, der Pianistin Lily Stumpf und dem gemeinsamen Sohn Felix. Das Gästebuch des Hauses vermerkt ein reiches und fluktuierendes gesellschaftliches Leben, bei den Klees wurde häufig und intensiv musiziert. Klees „Hausgötter“ waren Mozart und Bach; zeitlebens spielt Klee, Kind zweier Musiker, hervorragend Violine.

 

Wie bei Klee?

Paul Klees Interesse an der klanglichen Komponente barocker Musik ist zum Beispiel verbürgt dadurch, dass er sich 1923 bereits wegen der geplanten Anschaffung eines Cembalos an den Klavier- und Cembalobauer Ibach wandte (siehe Foto/ Brief Paul Klees), in seinen Beiträgen zur bildnerischen Formenlehre setzt er eine dreistimmige Passage Bachs in eine Klang-Grafik um.

 

Zu Gast in Weimar ist an diesem Abend mit Prof. Kai Köpp ein ausgewiesener Musikwissenschaftler mit einem Schwerpunkt auf Spieltraditionen und Aufführungspraxis, der zugleich in führenden Alte-Musik-Ensembles als Bratschist mitwirkt.

 

In Bern entdeckte er Noten aus Klees Besitz, die nach dessen Tod an eine städtische Bibliothek übergeben worden waren. Sie enthalten Fingersätze und musikalische Hinweise, die Klee selbst mit Buntstift eingetragen hat. Na und? Für Kai Köpp geben diese Einträge sprechende Auskunft darüber, wie Paul Klee diese Musik verstand und welcher „Spielästhetik“ er folglich anhing: Romantisierend/spätromantisch, oder im Stil einer „neuen Sachlichkeit? Anhand von Musikbeispielen und einer „Klangskizze“ von Paul Klee von 1922 (Weimarer Zeit) wird dies anschaulich erläutert – aber natürlich auch einfach musiziert, wie vor 100 Jahren.

 

Enthalten im Eintrittspreis sind Getränke (Bier, Wein, Wasser, Apfelsaft) sowie ein leichter Snack, um den Abend und das Bauhausjahr 2019 bei gemütlichen Gesprächen mit den Musikern und der Gastgeberin/Festivalintendantin ausklingen zu lassen.

Werke von J.S. Bach, L.v. Beethoven u.a.

 

Mitwirkende:

Johannes Gebauer - Violine
Kai Köpp - Viola
Camilla Köhnken - Klavier

 

Eintritt: 30.-€, ermäßigt 25.-€ (inklusive Getränke und Snack)

Zzgl. Gebühren in den Vorverkaufsstellen



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