Gasthaus Taubach

Bach in der Bauhaus-Werkstatt - Betreten auf eigene Gefahr! J.S. Bach: aus dem „Musikalischen Opfer“, Improvisationen u.a.

Ensemble “Musikalische/s Op(f)er” INKLUSIVE KULINARIK

An dieser Veranstaltung ist einiges schräg: ein idealer Start ins Bach- und Bauhaus-Jahr und eine Hommage an die Experimentierlust der beiden Geburtstagskinder! Gefeiert wird hier gleich doppelt: Wir feiern aus dem (verlegten, jedoch kalendarisch korrekten*) Bach-Geburtstag am 31.März raus und in den 100. Geburtstag des Bauhauses am 1. April 2019 rein. Und da wir schon dabei sind: Auch Mitternacht verlegen wir an diesem Abend um eine Stunde vor auf 23 Uhr, sodass wir mit dem Anstoßen aufs Bauhaus nicht zu lange warten müssen…. (Schließlich beginnt in der Nacht vorher die Sommerzeit, und damit ist es um 23 Uhr de facto bereits 0.00 Uhr.) Der Ort könnte passender nicht sein: Im original erhaltenen Saal des Gasthaus Taubach sind ausgelassene Feste der „Bauhäusler“ verbürgt… Und was soll passieren? Wir lassen uns inspirieren von den legendären Bauhaus-Festen … dort ist zum Beispiel die Rede von einem „heiteren Zeremoniell“ (Gropius) und wir wissen, dass Bach und Barockmusik auf damaligen Bauhausfesten sowohl auf selbstgebauten Instrumenten, auf Stimmgabeln und Sirenen „experimentiert“, aber auch ganz seriös und originalgetreu musiziert wurden. Mehr können wir an dieser Stelle leider selbst noch nicht verraten … die Proben beginnen am 10. Februar und der Abend ist ein work in progress - exklusiv für die BACH BIENNALE WEIMAR! Lediglich unser Thema steht fest: Das berühmte „Musikalische Opfer“ von Bach, gespickt mit Fugen, Ricercaren (= „suchen“), mit verzwickten Konstruktionen ebenso wie mit frappierender Klangschönheit  – davon leiten wir unseren (ad hoc) Ensemblenamen ab. Da steht also nur die Frage im Raum, wer, wem oder was hier „geop(f)ert“ wird: Bach, Musikalisches Opfer, Instrumente, Musiker oder Publikum …?

 

*Als Bach 1685 geboren wurde, galt der sog. „Julianische Kalender“. Dieser wurde anno 1701 durch den heutigen, „Gregorianischen Kalender“ ersetzt. Im Eisenacher Taufbuch ist der 21.3. als Bachs Geburtstag vermerkt und dieser wurde „unbesehen“ in den heutigen Kalender „übersetzt“, sodass international der 21.3. als Bachs Geburtstag gefeiert wird. Unter unseren Prämissen „BACHs MAL ANDERS, sowie der Authentizität wird „Bach in Weimar“ zukünftig bei seinen Veranstaltungen zum Bach-Geburtstag  diesen auf das richtige Datum, den 31. März verlegen.

 

Das Team des Gasthaus Taubach bietet dazu bodenständige Kulinarik, die im Ticketpreis inbegriffen ist, sowie Getränke, die individuell gesondert gezahlt werden.

 

Ensemble „Musikalische/s Op(f)er”

Friederike Vollert, Myriam Eichberger – geblasen und gezwitschert: Blockflöten

Claudia Buder – gezerrt und gequetscht: Akkordeon

Matthias Eichhorn – bestrichen und gerupft: Kontrabass

Hans-Christian Martin – betastet und behämmert: Cembalo/Klavier

Michael Kratzer – angesagt und besungen: Conferencier

 

Hans Christian Martin wurde 1986 in Zwickau geboren. Von 2006 bis 2014 studierte er in Dresden und Weimar Kirchenmusik. Von 2010 bis Anfang 2017 war er Kantor der Weimarer Jakobskirche und Titularorganist an der Schlosskirche Ettersburg bei Weimar. Seit 2018 ist er Wenzelsorganist an der von Johann Sebastian Bach mitkonzipierten Hildebrandt-Orgel von 1746 in der Stadtkirche St. Wenzel, Naumburg. Er konzertierte unter anderem in der Thomaskirche und im Gewandhaus Leipzig, in der Liederhalle Stuttgart, im Festspielhaus Baden-Baden, in der Dresdner Frauenkirche,  in der Tchaikovsky Concert Hall Moskau und im Mariinsky II St. Petersburg.

 

Die vielen Facetten und Ausdrucksmöglichkeiten ihres Instruments faszinieren die Blockflötistin Friederike Vollert seit ihrer Kindheit. Ihr Bachelorstudium bei Prof. Myriam Eichberger an der HfM FRANZ LISZT Weimar schloss sie 2018 mit Bestnote ab; aktuell studiert sie im Master Instrumentalsolistin an der UdK Berlin bei Susanne Fröhlich und Christoph Huntgeburth. Als Preisträgerin renommierter Wettbewerbe (u.a. „Musica Antiqua 2017“, Brügge) musiziert sie im Rahmen verschiedenster Konzertformate. Neben der farbenreichen Literatur der Alten und Neuen Musik bilden auch Improvisation, interdisziplinäre Theater-Projekte und Uraufführungen Bestandteile ihres vielseitigen Repertoires.

 

Matthias Eichhorn lebt in Weimar und ist freischaffend als Musiker tätig, spielt in Projekten von Duo bis Bigband, bei Theaterproduktionen sowie bei Aufführungen neuer (klassischer) Musik. Zudem unterrichtet er an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig. Er spielte iKonzerte in ganz Deutschland, in zahlreichen europäischen Ländern sowie in USA, Mexico, Israel, Vietnam, Mauritius, Sri Lanka u.a. Er konzertierte bereits mit namhaften Künstlern wie Joey DeFrancesco, Richie Beirach, Eddie Daniels, Clueso, Jeff Cascaro, Frank Möbus, Simone Kermes, Bill Ramsey u.v.m.

Außerdem arbeitet er regelmäßig mit Ensembles wie dem MDR Sinfonieorchester oder der HR-Bigband zusammen und wirkte auf zahlreichen CD-Einspielungen mit.

 

Claudia Buder spielt, lehrt und lernt mit wachsender Begeisterung. Die Musikerin ist fasziniert von der Vielseitigkeit ihres Instruments und erkundet somit unterschiedliche künstlerische Genres. In Zusammenarbeit mit Komponisten wie HK Gruber, Georg Katzer, Rebecca Saunders und Annette Schlünz brachte sie zahlreiche Kompositionen zur Uraufführung. Als Solistin gastierte sie u.a. bei der Königlichen Philharmonie Stockholm, den Wiener Philharmonikern und dem BBC Symphony Orchestra unter der Leitung von Sakari Oramo bei den Proms. 2009 eröffnete sie die Fachrichtung Akkordeon an der Hochschule für Musik in Münster. 2018 erhielt sie eine Professur an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar. Claudia Buder’s Herz schlägt für die Kammermusik: 2019 realisiert sie für das Bauhaus-Jubiläum Programme mit unterschiedlichsten Besetzungen. Das Leben lehrt Improvisation. En avant!

 

Tickets

25 Euro

Ermäßigung 20 Euro

Inklusive Kulinarik, exklusive Getränke

 

Einlass: 19.30 Uhr

Beginn: 20.00 Uhr



Zurück