Foto: Guido Werner

Was hat Bach mit mir zu tun?

Fragst Du Dich vielleicht. Richtig!

Fragen sind ja sowieso immer richtig, zum Glück - bei Antworten ist das unterschiedlich ...

Ist es nicht komisch, dass Musik von vor 300 Jahren heute noch gehört wird? Bach selbst hat sich jedenfalls hauptsächlich für die Musik aus seiner Zeit interessiert – so wie Du vielleicht auch? Die Antwort auf die Frage, warum wir Bach heute noch hören, ist wirklich knifflig ... daher können wir vorerst nur weiter fragen ...

Woraus besteht denn eigentlich Musik?

Logisch: aus Tönen. Haben wir heute denn mehr Töne als vor 300 Jahren? Oder andere? Nein! Die allermeiste Musik in Europa besteht seit über 1000 Jahren aus 12 Tönen. Sie werden nur immer anders angeordnet und kombiniert – und auf unterschiedlichen Instrumenten gespielt.

Im Ernst? Johann Sebastian Bach, Mozart, Rock, Techno, Lady Gaga, Linkin Park ...?

Richtig: Immer dieselben zwölf Töne, aber jedes Mal ein anderes „Kochrezept“! Kaum zu glauben, aber wahr.

Dann liegt es also NUR an der Zusammensetzung der Töne, ob man eine Musik mehr mag, oder weniger, oder gar nicht?

Scharf nachgedacht ... muss das eigentlich stimmen – oder?

Na endlich: Wenigstens etwas haben wir herausgefunden!

Die Musik von Bach ist so zusammengesetzt – komponiert – dass es auch nach 300 Jahren auf der ganzen Welt noch Millionen von Menschen gibt, die sie hören wollen. Und es werden sogar immer noch mehr! Das hat bis jetzt noch kein anderer geschafft ... Bach ist also einer der größten „Ton-Magier“ – auch viele Popmusiker lieben und bewundern seine Musik.

Sogar sein Name besteht aus Tönen: B – A – C – H. Das kann man auch spielen! Bach hat seinen Namen oft selbst in Töne gesetzt. Aber weil er ein Ton-Magier war, hat er damit auch ganz verrückte Sachen gemacht, zum Beispiel seinen Namen rückwärts komponiert H – C – A – B: Das klingt dann ganz anders. Oder alles durcheinander gerührt A – B – H – C ... und weil ihm das nach einer Weile auch langweilig wurde, hat er auch noch alle Zaubereien zugleich miteinander verflochten, etwa so:

Und das Tolle ist: Es klingt immer schön! Aber das ist nur eine von dreimillionen-vierhundertsiebenundsechzigtausend-neunhundertzweiundzwanzig-dreiviertel Ton-Zaubereien, die Bach gemacht hat.

Ob Du seine Musik kennen lernen willst, und sie dir gefällt ... das kannst Du bei KIBA ausprobieren. Eine Antwort darauf kannst nur du selbst geben. Das ist bei fast allen Musik-Fragen so. Aber umso besser: da bist du jedenfalls sicher, dass sie stimmt!

Informationen zum Programm findest Du hier oder auf Facebook!